
Das im Sommer 2007 mit deutschen und französischen Jugendlichen in Marseille begonnene Multimediaprojekt „Karten des Exils“ soll im Frühjahr 2008 in Marseille fortgesetzt und erweitert werden.
Im Mittelpunkt des fünftägigen Workshops in Marseille, an dem etwa 20 deutsche und französische Jugendliche (SchülerInnen und StudentInnen) und junge KünstlerInnen teilnehmen, steht die Realisierung mehrerer künstlerischer Strassenaktionen, die in ephemere Strassenumbennungen münden.
Marseille vom 14. bis 18. April 2008
Mehrere, auf verschiedene Stadtposten verteilte Aktionsgruppen stellen den Passanten in Form von Happenings und fliegenden Ausstellungen über mehrere Tage hinweg sowohl namhafte (z.B. Anna Seghers, Lion Feuchtwanger, Heinrich Mann, Franz Werfel, Max Ernst, André Breton, Hans Sahl) als auch unbekannte Exilanten (Korsen, Italiener, Algerier, Komorer...) vor.
Im Zuge einer jeden Strassenaktion wird feierlich ein „ephemeres“ Strassenschild enthüllt, das an diesen oder jenen Exilanten in Marseille erinnert.
STRASSENAKTIONEN / HAPPENINGS
Während der Sommerworkshop 2007 nach einwöchiger intensiver thematischer Einarbeitung mit einem Happening auf dem Cours Belsunce endete, zielen wir im Frühjahr 2008 darauf ab, nach einer kurzen Einarbeitungszeit (Vormittags, 2 Stunden Werkstatt Ort: Cité des associations) die gesamte weitere Auseinandersetzung mit dem Exil-Thema auf die Strasse zu verlegen.
MULTIMEDIAPROJEKT
Die schriftliche, akustische, photographische und filmische Dokumentation der verschiedenen Strassenaktionen wird nach dem Ende des Workshops derart künstlerisch aufbereitet, dass sie im Juni 2008 in Hamburg im Rahmen bzw. am Rande der Ausstellung „Exil am Mittelmeer“ als Videofilm präsentiert werden kann.
HAMBURG VOM 21. BIS 27. JUNI 2008
Anlässlich der in Hamburg geplanten Filmvorführung reisen etwa 8-10 französische jugendliche ProjektteilnehmerInnen und Projektverantwortliche zu ihren deutschen ProjektpartnerInnen nach Hamburg.
Während des 5-tägigen Aufenthalts präsentieren sie die Ergebnisse des vorangegangenen Multimediaworkshops, treffen ihre ProjektpartnerInnen, führen Interviews mit den AusstellungsmacherInnen durch und informieren sich im kulturellen Rahmenprogramm über weitere Exil-Projekte in Hamburg.
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