
Unsere Untersuchung skizziert sieben Schlüsselbereiche, in denen gemeinsame Anstrengungen dringend notwendig sind, um den Klimawandel zu bekämpfen:
Es gibt die einmalige Gelegenheit in ganz Europa lokale und regionale Netzwerke zu Fragen der Kunst / Kreativitäts- und Globalisierungsfragen (z. B. Kreativwirtschaft und Klimawandel) zu bilden und zu entwickeln. Diese Netzwerke würden als Instrumente für Lobbying und Interessensgruppen fungieren, um diese wichtigen Themen auf allen Ebenen in der öffentlichen Politik zu integrieren. Es wäre ein großer Schritt nach vorn, wenn die bestehenden europäischen Kultur- und Kunstnetzwerke ihre Leitbilder im Licht der globalen Probleme neu evaluieren würden und nach Instrumenten Ausschau zu halten, Probleme über die Macht ihrer Mitglieder und ihrer Aktivitäten anzugehen. Eine solche „Umwelt-Agenda“ auf der Ebene der internationalen Kultur- und Kunstnetzwerke und Berufsverbände zu entwerfen ist ein wichtiger Schritt zur stärkeren Sensibilisierung der Öffentlichkeit und einen künstlerischen Beitrag zu Fragen des Klimawandels in einem grenzüberschreitenden Rahmen zu leisten.
Der Prozess, die Öffentlichkeit über Kunstprojekte in Klimawandelfragen einzubeziehen, sollte unterstützt werden, besonders auf lokaler Ebene: in unseren Wohnbezirken, Städten und Regionen. Es ist wichtig, dass solch lokales Engagement in Zusammenarbeit stattfindet und Beziehungen inspiriert zwischen Kunstorganisationen, Nichtregierungsorganisationen, Unternehmen, die sich für Corporate Social Responsibility einsetzen, und Geldgeber, die künstlerische und ökologische Projekte unterstützen als auch lokalen Regierungsvertretern.
Geldgeber auf allen Ebenen müssen die Beziehungen zwischen Kunst und globalen Fragen wie dem Klimawandel verinnerlichen. Die Finanzierung weiterer Projekte an der Basis, zum Beispiel von Kunstorganisationen, besonders solchen, die mit Schulen und Jugendorganisationen zusammenarbeiten, ist wichtig, um ein Bewusstsein bei den künftigen Generationen für Fragen der Sicherheit und Unversehrtheit unseres Planeten zu schaffen. Es besteht Bedarf für bessere Zusammenarbeit zwischen den Geldgebern und Spendern, die mit Kulturprojekten arbeiten und solchen, die Umweltfragen unterstützen.
Die Arbeit von Julie's Bicycle suggeriert einige Ideen rund um die Prozesse in der Logistikkette für Kunstorganisationen. Zum Beispiel könnten folgende Themen angesprochen werden, wenn internationale Tourneen organisiert werden:
Ein einziges Kunstprojekt, das sich auf eine kreative Präsentation und/ oder Lösung eines globalen Problems fokussiert, kann Millionen von Menschen berühren, wenn es mit Hilfe neuer Technologien gut beworben wird. Blogs und Online-Tools, die Kunst und den Klimawandel zum Thema haben, müssen über die engen Kreise von Umweltkünstlern und Klimawandel-Spezialisten hinaus beworben werden. Eine größere öffentliche Beteiligung und höhere Aufmerksamkeit für diese „Online-Ressourcen gemeinsamen Wissens“ zu diesem Thema ist sicherlich notwendig.
Geo-Engineering bedeutet, die bewusste Veränderung der Atmosphäre, des Landes oder Meeres, um den Auswirkungen der globalen Erwärmung entgegenzuwirken. Geo-Engineering könnte eine weitere kurzfristige Strategie für die Verlangsamung der globalen Erwärmung sein bis Kohlendioxidemissionen genug reduziert werden können, um eine Klimakatastrophe zu verhindern. Künstler-Communities könnten von Geo-Engeneers zur Verfügung gestellte Strategien und Lösungen genauer unter die Lupe nehmen und versuchen, künstlerische Antworten zu finden.
Das Einbeziehen junger Menschen in Fragen der globalen Erwärmung und der Umwelt ist von größter Bedeutung, wenn wir die globale Erwärmung bekämpfen wollen. Bildungsorganisationen sollten experimentelle, kreative und interaktive Möglichkeiten der Annäherung an dieses Thema im Rahmen ihrer Lehrpläne einbeziehen. Bei jungen Menschen Verständnis und Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu schaffen, ist in der Verantwortung der Bildungseinrichtungen in enger Zusammenarbeit mit allen Beteiligten, einschließlich der Kulturorganisationen.
Forschungsergebnisse: Eine kollektive Reaktion
Künstlerische Zusammenarbeit in Reaktion auf den Klimawandel
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