
Im Allgemeinen wird die Diskussion um den Klimawandel eher von der Wirtschaft, Wissenschaft und Politik geführt, als von der Kunst und Kultur. Tatsächlich beziehen politische Agendas und wissenschaftliche Projekte nur selten künstlerische Sichtweisen mit ein. Das ist einer der Gründe, warum Kunst-Communities nach eigenen Mitteln suchen, um ihre Kräfte zu bündeln und eigene Netzwerke, Verbände und Koalitionen zu bilden:
Die meisten dieser Künstlernetzwerke und -allianzen verfolgen einen interdisziplinären und sektorübergreifenden Ansatz. Sie wollen den Kunst- und Kultursektor durch eine Reihe von kreativen und auf Interessengruppen gestützten Aktionen dazu aktivieren, Veränderungen in der breiten Öffentlichkeit in Gang zu setzen. In manchen dieser Aktionen regen sie dazu an, Kunstwerke auf der Basis natürlicher Materialien zu schaffen oder sich mit natürlichen Elementen wie Wind, Wasser oder Sonnenlicht auseinanderzusetzen.
In mehreren Fällen gehen diese Netzwerke über den Kunstbereich und über Fragen des Klimawandels hinaus und beschäftigen sich mit Themen wie dem interkulturellen Dialog/ kulturellen Beziehungen, kreativen Städten/ kultureller Planung; der Kreativwirtschaft und der Forschung & Entwicklung. Sie bringen Landschaftsarchitekten, Künstler, Ingenieure, Ökologen und Pädagogen zusammen, die sich leidenschaftlich für die Verbesserung und Erhaltung der Qualität unserer städtischen und natürlichen Umwelt einsetzen, unter anderem auch mit künstlerischen Mitteln.
Beispiele dafür sind:
Siehe Organisationen und Netzwerke für weitere Beispiele.
Es gibt auch Organisationen und Plattformen in Europa und darüber hinaus, die künstlerische Reaktionen auf den Klimawandel und auf ökologische Probleme in einem bestimmten künstlerischen Genre oder in bestimmten Segmenten der Kreativwirtschaft vereinen. Zum Beispiel:
Siehe Kunstprojekte für weitere Beispiele.
Auch Fotografen haben kraftvoll auf den Klimawandel und seine Auswirkungen reagiert. Ein Beispiel dafür ist Climate Change in Our World, (Die Erde unter Feuer: Wie die globale Erwärmung unsere Welt verändert) des Fotojournalisten Gary Braasch. Er hat zehn Jahre lang den Klimawandel und mögliche Lösungen dokumentiert und hat den Ansel Adams Award für Conservation Photography gewonnen.
Ein weiteres Fotografieprojekt, dass sich mit der Umwelt und dem Klimawandel beschäftigt ist One Planet, One Chance, eine Online-Galerie mit Fotos, die den Einfluss des Klimawandels vor allem auf die armen Länder dokumentiert, die dringend internationale Unterstützung bei der Anpassung an die Folgen der globalen Erwärmung benötigen.
Forschungsergebnisse: Eine kollektive Reaktion
Künstlerische Zusammenarbeit in Reaktion auf den Klimawandel
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