
Soziale Unternehmer als „Akteure des Wandels" in einem politischen Rahmen: Wie könnte die Kultur profitieren?
Soziales Unternehmertum überwindet die Kluft zwischen der Wirtschaft und dem öffentlichen Sektor, da es mit dem „non-profit" oder „dritten" Sektor und dem Konzept der „sozialen Wirtschaft" eng verbunden ist. Es legt seinen Schwerpunkt eher auf Ziele, die Gemeinschaften dienen und der Gesellschaft, als darauf, Gewinn für das Unternehmen zu erwirtschaften.
Die Hauptmerkmale des sozialen Unternehmertums, wie sie in unterschiedlichen theoretischen Quellen beschrieben werden, sind:
Global sind soziale Unternehmen vor allem in den Bereichen Soziales, Umwelt, Menschenrechte und Gleichstellung von Frauen und Männern tätig. Beispiele dafür sind: Straßenkinder, die Gesundheit von Kindern, Krankenversicherungen für benachteiligte Menschen; Wohnen; Bildungschancen, Bekämpfung von Armut in städtischen Gegenden; Altern und ältere Menschen, Migranten und Angehörige ethnischer Minderheiten; Arbeit und Beschäftigung, Klimakrise; Umweltverschmutzungsprobleme; sauberes Trinkwasser; „Empowerment“ von Frauen, Menschenrechte, Geschlechtergleichstellung, die digitale Kluft.
Bill Drayton, Gründer von Ashoka, sagt in seinen zahlreichen Vorträgen und Reden immer wieder:
„Jeder kann etwas verändern. Soziale Unternehmer sind in diesem Wandel zentral – sie haben eine Vision und sie haben großen Einfluss.“
Außerdem weist er darauf hin, dass
„97% der Menschen Angst haben, dem Problem ins Auge zu sehen. Würden sich die Menschen erst einmal für den Glauben an eine Lösung eines Problems begeistern, wären sie auch eher bereit, dem Problem ins Auge zu sehen.“
Soziale Unternehmer sind Visionäre, die über das Übliche hinausblicken. Sie lösen soziale Probleme über synergetische Ansätze, in denen das Ergebnis deutlich mehr ist als die Summe der einzelnen Ideen. Sie erzeugen eine Wirkung, weil sie weltweit zusammenarbeiten und Zeit und Kreativität einbringen, um politische Strategien, Rechtsvorschriften und Rahmenbedingungen zu verändern. Die wichtigsten politischen Ergebnisse der Zielvorgaben von Programmen sozialen Unternehmertums und ihren Projekten sind:
Die globale Debatte über das Phänomen des sozialen Unternehmertums sucht nach neuen Modellen, die soziale Auswirkungen und die Auswirkungen auf die Politik erhöhen sollen. Zentrale Fragen hierbei sind:
Das Skoll World Forum 2009 unterstützte Diskussionen, Debatten und kritische Fragen rund um das Thema Soziales Unternehmertum: Machtstrukturen verändern – und erforschte, wie soziale Unternehmer Zugang zu Machtstrukturen suchen, innerhalb von Machtstrukturen navigieren und diese durch ihre Herangehensweise an gesellschaftliche Veränderungen beeinflussen. Fast 800 Delegierte aus mehr als 60 Ländern kamen zu diesem ersten Treffen der weltweit führenden sozialen Unternehmer zusammen. Prominente aus den Bereichen Soziales, Wissenschaft, Finanzen, Gesellschaft und Politik beschäftigten sich drei Tage und Nächte in einer Reihe von Debatten, Diskussionen und Sitzungen mit der Beschleunigung, der Innovation und Skalierung von Lösungen für einige der weltweit dringendsten sozialen Fragen. Das Forum diskutierte auch, inwiefern die Kreditkrise die Notwendigkeit für eine höhere finanzielle Tragfähigkeit von Projekten spiegelt und wie sie den Suchprozess nach Effizienz in karitativen und sozialen unternehmerischen Bereichen beschleunigt hat. Schauen Sie sich die Höhepunkte des Skoll World Forums 2009 hier an.
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