
Der Nichtregierungs-Kultursektor in Polen: Entwicklung der Funktionen und Ziele
Prof. Dorota Ilczuk, mit Beiträgen von Magdalena Kulikowska und Anna Stępniewska (Pro Cultura Stiftung)
Dorota Ilczuk ist Professorin für Geisteswissenschaften und Kulturmanagement an der Warschauer Schule für Sozialpsychologie. Sie ist Präsidentin der Pro Cultura Stiftung, Präsidentin von Circle, Vorstandsmitglied von ECURES, Mitglied des Europäischen Kulturparlaments und vieler polnischer Vereine und Stiftungen.
Zusammenfassung
Die Aktionen gegen das kommunistische Regime und den Staat waren ein Impuls für den Aufbau des gesamten Nichtregierungssektors in Polen. Trotz derartiger Voraussetzungen und seines besonderen Werdegangs arbeitet der Sektor nun fachkundig mit dem demokratischen Staat zusammen. Was damals begann, schuf eine solide Grundlage für eine Tätigkeit, die den neu entstandenen Bedürfnissen der heutigen Zeit gut entspricht. Die Funktionen von NGOs – inklusive derer des Kulturbereichs – verändern sich, und die Organisationen stehen neuen Aufgaben und Herausforderungen gegenüber. Wie dieser Artikel zeigen wird, sind die polnischen, im Kulturbereich tätigen NGOs extrem aktiv und dynamisch, obwohl sie mit recht problematischen und schwierigen Hindernissen grundlegender und strategischer Natur zu kämpfen haben.
Dieser Artikel vermittelt einen allgemeinen Eindruck von polnischen Drittsektororganisationen iim Kulturbereich hinsichtlich ihrer Tätigkeitsfelder, ihrer Hauptziele, ihrer finanziellen Situation und ihrer Zusammenarbeit mit anderen Organisationen in Polen und im Ausland. Der Inhalt wird durch statistische Daten belegt, gibt einen Abriss der Geschichte der polnischen Kultur-NGOs und nennt sorgfältig ausgewählte Beispiele von Kultur-NGOs, die sich trotz Hemmnissen weiterentwickeln.
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