
Kulturelle Vielfalt tauchte als Konzept nicht nur in der politischen Arena Europas als Folge neuer Migrationswellen auf, sondern
auch im Wirtschaftsbereich durch die Annahme des UNESCO Übereinkommens zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen im Jahr 2005. In diesem Zusammenhang nehmen Debatten über kulturelle Vielfalt als rein konzeptionelle Erweiterung des Multikulturalismus zu.
Neue transkulturelle Ansätze zum Verständnis von kultureller Vielfalt kommen auf, und die Bewegungen nicht nur von Menschen, sondern auch von Ideen, kulturellen Gütern und Dienstleistungen werden untersucht. Diese Herausforderungen werden nicht nur von Wissenschaftlern angenommen, sondern auch von Mitarbeitern der EU, von nationalen und lokalen Regierungen, von Nichtregierungsorganisationen, Künstlern sowie Privatunternehmen und Stiftungen. Sie stehen im Zentrum vieler Basis-Bewegungen auf der ganzen Welt, die die dominanten Diskurse und Machtverhältnisse hinterfragen und Alternativen entwickeln, um Vielfalt in Angebot und Nachfrage zu ermöglichen wie zum Beispiel die Creative Commons Bewegung.
Diese „im Fokus“-Untersuchung will die Diskussion zum Thema kulturelle Vielfalt eröffnen, indem sie zunächst ausgewählte Ressourcen anbietet mit aktuellen Studien und den wichtigen europäischen und internationalen Initiativen aus dem öffentlichen und dem privaten Sektor. Sie alle fordern uns heraus, unsere Herangehensweisen zu überdenken und mehr Fragen zu stellen in den vielen Themengebieten, die von Sprache über Identität, Immigration, Menschenrechte, Bildung und die Künste zum Wettbewerb, der Kulturindustrie, Copyrights u.v.a. reichen.
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