Januar 2009
Helmut K. Anheier (Ph.D. Yale University, 1986) ist Professor für Soziologie an der Universität Heidelberg und wissenschaftlicher Direktor des Heidelberger Centrums für soziale Investitionen und Innovationen. Er ist außerdem Professor und Direktor am Center for Civil Society und dem Center for Globalization and Policy Research an der School of Public Affairs der UCLA. Die Arbeit von Dr. Anheier konzentriert sich auf die Themen Zivilgesellschaft, Nonprofit-Sektor, Philanthropie, Organisationsforschung, Strategieanalyse und komparative Methodologie. 2008 veröffentlichte er Cultures and Globalization: The Cultural Economy.
Jedem, der die täglichen Berichte über die Absage von Kulturveranstaltungen und die Schließung von Opernhäusern und Theatern verfolgt, oder der von wirtschaftlichen Problemen in der einen oder anderen kulturellen Einrichtung hört, ist klar, dass die globale Finanzkrise schon jetzt einen erheblichen Einfluss auf philanthropisch fördernde und auf gemeinnützige Organisationen hat.
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Auch ist klar, dass die Auswirkungen der Krise für einige Zeit noch größer werden und sich ausweiten werden. Weniger klar ist, wie lange dieser Zustand dauern wird; und es ist insbesondere unklar, was die Krise letztlich für politische Entscheidungsträger, Führungskräfte und Manager im Kultursektor bedeuten wird. Dieser Artikel will untersuchen, wie der Kunst- und Kulturbereich auf die wachsende Unsicherheit in der Weltwirtschaft reagiert – und wie der Sektor den sich zusammenbrauenden Sturm überstehen kann.
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Inhaltsverzeichnis
- Wie kann der Kultursektor die Finanzkrise überleben?
- Wie reagiert der Kunst- und Kultursektor auf die Krise?
- Wie sollen sich gemeinnützige Organisationen den neuen Herausforderungen stellen?
- Sechs Tipps, dem Sturm die Stirn zu bieten
- Vorbereitung auf die Zukunft
Fußnoten
[1] So hat zum Beispiel in Südkalifornien, die Orange County Opera Pacific ihre ganze Spielzeit abgesagt und muss eventuell ganz schließen. Nach ihrer Aussage hätten eine „begrenzte Anzahl der Spendengeber, die das Ensemble finanziert haben, aufgrund drastischer Verluste in ihrem Investment-Portfolio nicht mehr für die notwendigen Spenden aufkommen können" (Los Angeles Times, 6. November 2008). Auch das Orchestra of Pasadena geriet in einen Budget-Engpass, sagte zwei Konzerte ab und veröffentlichte Spendenaufrufe um die restlichen Termine zu retten.
[2] Alle Bilder stammen von Flickr, gesucht wurde nach financial crisis und credit crunch.
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