
1.1 Hintergrund
Die Vereinigung Les Nuits de Wazemmes ( Die Nächte von Wazemmes) wurde 1986 mit der Eröffnung des Théâtre de poche ( Taschentheater) mit „Nuits blanches" ( „Schlaflose Nächte") (30 Rue Brûle, maison Lille-Wazemmes) gegründet. Dieser Saal mit 40 Sitzplätzen hat einer Reihe von jungen Compagnien ihren Bühnenstart ermöglicht.
Nach einem Jahr Arbeit in der Hoffnung, die Bedingungen für künstlerisches Schaffen zu verbessern und in dem Wunsch, sinnvoll mit den Bewohnern dieser einzigartigen Gegend zu interagieren, öffnete das ZEM Theater im Dezember 1999 seine Türen.
1.2 Ziele der Vereinigung
Die Vereinigung legte zwei Ziele fest:
Das Zem-Theater widmet sich folglich der Unterstützung von neu entstehender Kunst, indem es seine Türen jungen Compagnien für darstellende Kunst (Theater, zeitgenössischer Tanz, Zirkus, etc.) öffnet.
1.3 Erfolge der Vereinigung
Unsere Verfahrensweise hat es uns ermöglicht, jungen Künstlern einen Ort anzubieten, in dem sie etwas schaffen, die Relevanz ihrer Projekte beurteilen und ihre Arbeit einer Öffentlichkeit vorstellen können. Unsere Bemühungen werden schon jetzt vom Publikum, von Fachleuten und von Institutionen geschätzt. Das Zem ist jetzt der einzige Ort im Stadtbezirk von Lille, der Laien- und/oder neu aufkommende professionelle Gruppen fördert, die am experimentellen und künstlerisch erfinderischen Ende des Spektrums arbeiten.
1.4 Outreach und Awareness
Das Zem-Theater führt auch Outreach- und Awareness-Aktivitäten wie Musik- und Theaterworkshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene und Familien sowie ein Festival für junge Zuschauer durch.
mit Nicolas Duchez, der die Musikworkshops im Rahmen des Projekts „Musique pour tous" ( „Musik für alle") durchführte mit einer gemischten Teilnehmerschaft aus Eltern, Kindern und Menschen mit Behinderungen.
2.1 Das Zem in Wazemmes
„Das Zem-Theater will Laientheatergruppen ermöglichen, sich zu professionalisieren. Es ist ein Ort zur öffentlichen Vorstellung und eine Einrichtung, die Kurse und Workshops anbietet. Das Programm konzentriert sich auf neu aufkommende Gruppen".
„Das Zem Theater wird durch Wazemmes Bezirksbehörden im Rahmen der städtischen Richtlinie ‚Contrat urbain de Cohésion sociale' (‚Städtischer Vertrag für den sozialen Zusammenhalt') unterstützt. Dieses Jahr entwickelt es ein Projekt mit dem Titel ‚le Zem motive ses voisins' (‚ Das Zem motiviert seine Nachbarn’), mit dem Ziel, Bewohner, die in der Nähe der Einrichtung leben, durch Workshops und Performances zu mobilisieren. Workshops und Unterricht für die Bewohner, vornehmlich Familien, werden gemeinsam mit dem Nachbarschaftshaus ‚maison’ während des ganzen Jahres – einschließlich der Schulferien – organisiert.
„Wir arbeiten mit den zwei örtlichen ‚maisons’ zusammen. Das maison in Wazemmes animiert das Publikum dazu, das Zem zu besuchen, während das ‚maison’ in Moulin unsere Arbeit mit Vorschülern unterstützt."
„Um mit den örtlichen Einwohnern zu arbeiten, muss man ein Zwei-Personen-Team haben, bestehend aus einem Outreach-Arbeiter vom Zem und einem vom maison.
2.2 Das Zem: Publikum, Bevölkerung
„Das Zem zieht regelmäßig Publikum an, hauptsächlich junge Leute – Menschen aus der Nachbarschaft, aber auch aus Lille und aus der weiteren Region, deren Interessen mit dem Angebot des Zem übereinstimmen. Die Arbeit des Zem hat im größeren Umkreis von Lille Wurzeln geschlagen und diese ermöglichen es ihm, seinen Einfluss über seine direkte Nachbarschaft hinaus auszudehnen. Das Zem bemüht sich über eingängige Programmgestaltung für die Anwohner einer Gegend, die im Wesentlichen aus der Arbeiterschicht kommen, relevant zu bleiben.
2.3 Outreach- und Awareness-Methoden
„Es ist wichtig, auf die Öffentlichkeit zuzugehen, um sie für unsere Arbeit zu interessieren".
„Die echte Herausforderung für eine Einrichtung wie das Zem besteht darin, Menschen zu erlauben, sie sich zu Eigen zu machen und einen Prozess in Gang zu setzen. Das ist der Ansatz, der am Besten für Menschen funktioniert und darin besteht die wahre Herausforderung für erfolgreichen Outreach".
„Musik, vornehmlich Weltmusik und der Einsatz von Instrumenten wie dem Tamburin und dem Rainstick, erlaubt uns, mit allen Kulturen in Kontakt zu kommen; in Bereichen, in denen alle Kulturen repräsentiert sind, kann das ein gutes Mittel sein, um die Menschen zusammen zu bringen".
„Wir alle haben musikalische Neigungen, die dazu führen, dass wir uns mit einem bestimmten Musikstil stärker identifizieren als mit einem anderen. In den Workshops müssen wir eine gemeinsame Ästhetik entwickeln. Daher verwende ich Instrumente, die nicht mit einer bestimmten Kultur verbunden werden und an die man leicht herankommt, wie Rainsticks oder Marakassen".
„Während der Workshops konzentriere ich mich darauf, das Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein der Teilnehmer zu stärken. Die Herausforderung liegt darin, ihr kritisches Denken erfolgreich zu fördern".
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