
Das 1894 gegründete Attacafa ist eine Aktivistenvereinigung mit zahlreichen abgestimmten Kompetenzen. Im Zentrum der Konstellation aus freien Fotografen, bildenden Künstlern, Grafikdesignern, Musikern, Autoren, Schauspielern, Bühnenregisseuren, Köchen, Dozenten, Ingenieuren, RMI-(Mindestlohn) Empfängern, Zeitarbeitern, Freiwilligen ..., die vereint sind in ihrem Wunsch für eine gemeinsame Sache zu arbeiten, befindet sich ein kleiner Kern Angestellter.
Attacafa hat es sich zum Ziel gesetzt, die Verbreitung einer universellen Kultur fördern, einer Kultur, die nicht auf Einförmigkeit, sondern auf der Idee einer nachhaltigen und sich gegenseitig bereichernden Vielfalt beruht.
Wir wollen Angst und Vorurteile bekämpfen, indem wir Menschen zusammenbringen – damit sie Weltkulturen als zentral dafür begreifen, etwas über diejenigen zu lernen, die anders sind als wir, und dafür, Vielfalt zu respektieren. Wir wollen am Kampf für ein besseres Verständnis und mehr Weltoffenheit teilnehmen. Attacafa erprobt neue Wege, zeigt sie auf und öffnet so neue Denkrichtungen. Es geht uns darum, zuzuhören sowie neue Formen der Kommunikation, der kulturellen Übersetzung und der Solidarität zwischen Einzelnen, Vierteln und Städten zu suchen und gegenüberzustellen – auch zwischen Nord und Süd und selbst zwischen der [Europäischen] Union und den Ländern, die im neuen Europa eine Rolle spielen.
„Wie in anderen Jahren wird unser Indoor-Programm bei unseren üblichen Partnern stattfinden. Indem wir Räumlichkeiten nutzen, die so unterschiedlich sind wie die Scènes nationales (öffentliche nationale Theater) und die mediatèques (Multimediazentren), bemühen wir uns, unser Publikum vielfältig zu gestalten.“
„Wir wollen einen Anstoß dazu geben, jedem Zugang zu den öffentlich geförderten kulturellen Orten zu geben, das Recht zu beanspruchen, dass traditionelle und zeitgenössische Weltkulturen in solchen Orten vorhanden sein dürfen, sowie dazu ermutigen, dass uns das [traditionelle] Publikum öffentlicher Theater an weit weniger konventionelle Orte zu folgt. Wir wollen Menschen zusammenbringen und den Weg zu neuen Theatererfahrungen und zu neuen kulturellen „Konsum-“gewohnheiten weisen.
„Wir gehen über die Rolle des reinen Programmgestalters hinaus, indem wir das Musikprogramm durch andere Entdeckungen aus diversen künstlerischen Bereichen ergänzen. Wir regen eine echte Reflexion über musikalische und kulturelle Authentizität und über kulturellen Dialog an. Unsere Programme gehen über die Theater hinaus, schwappen über auf die Straßen, in die Schulen und Wohnviertel der größeren Stadtregion.“
„Attacafa ist eine universelle nomadische Bühne, die Performances in der Nord-Pas-de-Calais-Region „sät“ in dem Bemühen, ein breiteres Publikum zu erreichen – eines, das neugierig ist, auf jene die anders sind. 23 Jahre Erfahrung haben dafür gesorgt, dass wir unser Publikum kennen und wissen, es gibt zwei Kriterien, die dafür sorgen, dass unser Publikum wechselt: der Ort der Performance und die kulturelle Tradition, die gezeigt wird. Die Arbeit mit Community-Verbänden ermöglicht es uns, Bürger unterschiedlicher Nationalitäten anzuziehen.“
„Die Verbindung dieser zwei Kriterien macht es uns wieder einmal möglich, interkulturellen Austausch zu orchestrieren: indem wir ein Gemeinde-Publikum – manchmal ein marginalisiertes – an Orte kommen lassen wie die Oper oder das Rose des Vents; indem wir die Vorteile des „Abonnement-Effekts“ in manchen Institutionen in Anspruch nehmen, um Zuschauern eine Tradition und eine Kultur zu zeigen, die sie sonst nicht entdeckt hätten; und indem wir Zuschauergruppen aus diversen sozio-beruflichen Gruppen mit Gruppen mit anderem Hintergrund aus demselben Ort mischen.“
La Louche d’Or, S.O.U.P.E Internationales Festival
„La Louche d’Or (Die goldene Schöpfkelle) ist ein interkulturelles Projekt, welches das Ziel hat, die Kräfte einer bestimmten Region zu stärken und sie in Kontakt mit Initiativen aus anderen Orten zu bringen. Durch ein ganzjähriges Programm versucht es, die Entdeckung, die Begegnung mit, und die Übertragung von Fachwissen zu dem S.O.U.P.E. zugrunde liegende Thema“ zu fördern (das für „Symbol der Offenheit und der Geschlossenheit der europäischen Völker” steht, oder für „Suppe“, ein Wortspiel, das „das einzige Gericht, dass alle Kontinente gemeinsam haben“ bedeutet)
Gegründet, um Brücken zu bauen zwischen Einzelnen in einem Viertel und zwischen verschiedenen Vierteln in Lille, organisiert es den Austausch sowohl innerhalb als auch außerhalb der Region. Der Austausch wird noch unterstrichen durch einen lustigen und sinnbildlichen S.O.U.P.E-Wettbewerb am 1. Mai: den ‚La Louche d’Or’.
„Es geht darum, mithilfe neuer Wege Austausch und Entdeckung durch die aktive Teilnahme anzuregen, alle Kulturen zu fördern, ihnen allen Sichtbarkeit zu verschaffen und sie anzuerkennen,
„Alle fünf Kontinente werden über kulinarische und musikalische Freuden ins Rampenlicht geholt.“
„Die Vielfalt der Akteure, die in diesem Projekt involviert sind, ist der Hauptgrund für seinen Erfolg“.
3.1 Nomadisches Programm
3.2. Lille-Süd – Arbeit mit Einwohnern (seit 2001)
3.3 Auf der Suche nach Entdeckungen
3.4 22. Festival Pluriel > ein vagabundierendes multidisziplinäres Festival
3.5 La Louche d’Or im Wazemmes-Viertel von Lille
Das Wazemme-Viertel von Lille
Dieser beliebte alte Bezirk hat tief greifende Veränderungen durchlaufen. Nach und nach sind seine vielen Fabriken geschlossen worden, industrielles Ödland wurde abgetragen oder zurückerobert. Die neu freigesetzten Orte wurden entweder in Gemeindeeinrichtungen umgewandelt, wie das Maison Folie in Wazemmes, oder in Wohnhäuser oder Grünflächen.
Die strukturellen Wandlungen wurden durch die Ankunft einer neuen, jungen, wohlhabenderen Bevölkerungsgruppe von sozio-demografischen Veränderungen begleitet.
Wazemmes Einfluss geht nun über die Grenzen des Bezirks und der Stadt hinaus; sonntags kommen Menschen von weit her, um hier zum Markt zu gehen (wöchentlich 40.000 Besucher), wo das Kaleidoskop von Gerüchen und Farben die kulturelle Vielfalt der Gegend wiederspiegelt.
3.6 S.O.U.P.E Internationales Festival
(Symbol der Offenheit und des Zusammenschlusses europäischer Völker)
3.6.1 Kalender 2008:
3.6.2 Kalender 2009:
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