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Wir haben Zoya ein paar Mal auf der russischen Seite der Grenze besucht, die zwischen Norwegen, Finnland und Russland verläuft. Sie ist einer von rund 200 Menschen des indigenen Skoltsamen-Volkes, das in Russland lebt. Sie hat das unglaubliche Gedächtnis, das manche ältere Menschen haben: Sie erinnert jedes Detail und sie kann tagelang erzählen – davon, wie sie über die Grenzen reist, um Verwandte zu besuchen. Von der Unterdrückung, und wie sie kamen und ihren Vater mitnahmen im Jahr 1937. Er war bei den Rentieren. Sie erzählt von der Deportation. Sie haben drei Tage auf ihren Vater gewartet. Das war einen Monat bevor Zoya geboren wurde. Er wurde beschuldigt, 124 Rentiere gestohlen zu haben. Sie erhielt 1987 ein Dokument, das ihr bescheinigte, dass sie nicht länger „Kind eines Volksfeindes“ sei.
Zoya erzählt uns von der Flutung des Dorfes, des Kernkraftwerkes wegen, das die Finnen 1963 bauten. Sie liebt es auf Festivals aufzutreten. Sie erzählt vom Krieg und von ihrer Arbeit im Samen-Sprachenzentrum. Wir hören ihr gern zu, wenn sie einen der zwei skoltsamischen Dialekte spricht, die sie kennt – den „Motovsky“-Dialekt – da sie jedes Wort so zärtlich und sorgsam ausspricht. Sie sprach den Dialekt früher mit ihrer Mutter und ein paar Tanten, aber sie sind nun alle gestorben.
“Sie sagen, meine Sprache klänge wie ein Lied”, sagt sie.
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http://en.wikipedia.org/wiki/Sàmi_languages Derzeitig gibt es neun lebende Samen-Sprachen: 1. Südsamisch. 2. Umesamisch. 3. Pitesamsich. 4. Lulesamisch. 5. Nordsamisch. 6. Skoltsamisch. 7. Inarisamisch. 8. Kildinsamisch. 9. Tersamisch. Dunkle Bereiche stellen Gemeinden dar, die Samisch als offizielle Sprache anerkannt haben. |
Die Geschichte der Samen ist recht gut dokumentiert, zum Beispiel in der Samen-Enzyklopädie unter http://www.helsinki.fi/~sugl_smi/senc/en/index.htm
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